Spandauer Zitadelle am Juliusturm lockte mit Tag der offenen Tür

Wer in Spandau wohnt, der wird irgendwann auch mal die Zitadelle am Juliusturm besuchen – sei es zu einem der zahlreichen Konzerte oder eben bestimmten Veranstaltungen wie dem Ritterfest oder eben jetzt zum Tag der offenen Tür, bzw. bei Burgen muss man wohl vom offenen Tor sprechen. Und wahrscheinlich finden auch Randberliner und noch viele andere mehr den Weg zur Zitadelle Spandau….

Hof Zitadelle

Los ging es bei freiem Eintritt gleich hinein in den Hof, um sich erst mal einen Überblick zu verschaffen und die Gebäude zu genießen. Mich zog es gleich hinauf auf den Turm, der Eingang war gleich rechts zu Beginn und daher bot sich auch der vorherige Gang durch eine Ausstellung an.

Wendeltreppe Juliusturm

Dann ging es die Wendeltreppe hinauf und wenn es hier mal so richtig voll ist, dann könnte es wohl auch länger dauern durch den wechselseitigen Stau der entgegenkommenden bei einer gewissen Enge auf den Stufen. Das gehört aber mit dazu, wenn man in solchen Gebäuden unterwegs ist und umso mehr wird man belohnt für den tollen oder auch der Altstadt Spandau.

Ausblick Richtung Spandauer See

Es bietet sich also an, bei schönem Wetter ein paar Minuten länger oben auf der kleinen Plattform einzuplanen und wenn man ganz oben gestanden hat, dann kann man auf der zweithöchsten Ebene ebenfalls noch sehr gut einem Blick auf die gesamte Zitadelle werfen und auf die Umgebung. Man sollte nur aufpassen, dass einem nicht aus Versehen das Handy herunterrutscht – das könnte mitunter einen weiten Weg nach unten haben.

Aber die Zitadelle hat noch sehr viel schöne andere Dinge zu bieten, so gab es natürlich auch etwas vom Grill oder ein bisschen was trinken in einer Lokalität. Nach einem kleinen Spaziergang jenseits der Mauern ging es hinein in eine neue Ausstellung zum Thema Denkmäler in Berlin, hier wurde an diesem Tag sogar eine kostenlose Führung angeboten, zu der man sich vorher anzumelden hatte.

Zitadelle Spandau innen

Hier gab es innerhalb der Ausstellung verschiedene Räumlichkeiten, die in die unterschiedlichen zeitlichen Phasen unterteilt wurden, in denen die Denkmäler aufgestellt waren. Einige wurden ausgegraben und so erhalten, wie sie sind und andere Statuen wurden restauriert oder es wurden Kopien gebaut, die jetzt in der Ausstellung an der Zitadelle bewundert werden können.

Ausstellung Berlin und seine Denkmäler

Natürlich wurde hier auch die jüngere Geschichte thematisiert, das Highlight war dann auch der Kopf des Lenin-Denkmals von Nikolai Tomski und das Modell der geplanten großen Halle und vieles andere, was dort eben ausgestellt war.

Kopf des Lenin-Denkmals

Im Anschluss besuchte ich noch die vielen kleinen Ateliers nebenan, den Seifenladen mit dem anlockenden Duft und dann konnte ich mir nicht verkneifen, auch noch ein paar Treppen weiter runter zu laufen in den Keller, wo man lebende Fledermäuse beobachten konnte. Das war also alles ein Spaß für Groß und Klein, es gab viel wissenswertes zum Lernen und ein paar tolle Fotos sind daraus entstanden.

Zitadelle Spandau Eingang

Mit diesen tollen Eindrücken ging dann auch dieser schöne Tag der offenen Tür in der Spandauer Zitadelle zu Ende, eine Runde auf dem Gelände gönnte ich mir noch und dann ging es mit dem Fahrrad wieder weiter. Mit der BVG ist die Zitadelle sehr gut zu erreichen, entweder mit dem X 33 oder man steigt U-Zitadelle bzw. U-Altstadt Spandau aus und läuft ein paar Minuten.


Beste Show der Welt – Nein

Genauso bemüht, wie RTL schon jahrelang probiert, einen Superstar zu finden und dann auch noch suggeriert, diesen würde ganz Deutschland suchen – so wird man wahrscheinlich in der besten Show der Welt genauso wenig das Nonplusultra ohne Konkurrenz auch nach weiteren Folgen auf Prosieben finden.

Es war wohl auch eine gehörige Portion Realsatire bei der Premiere von Joko Winterscheidt und Klaas Peter Umlauf, denn dieses Potpourri aus diversen Einzelstücken schon vorhandener oder mittlerweile abgesetzter Shows konnte er nur lediglich der Versuch sein, in der Vielfalt und dem ständigen Wechsel innerhalb des Wettbewerbs zwischen Joko und Klaas eine neue Form der Unterhaltung zu kreieren. Man könnte auch sagen, die mutmaßlich beste Show der Welt war wie „Circus halligalli“ in groß.

So waren dann auch wieder die üblichen Verdächtigen aus diesem Dunstkreis zu sehen, wenig überraschend also die Auftritte von Palina Rojinski oder Matthias Schweighöfer, die scheinbar schon zur Grundausstattung in Sendungen von und mit Umlauf/Winterscheidt gehören. Die Puzzleteile an sich waren durchaus gut zusammengestellt, dass aber ausgerechnet die Geschichte mit der Wohnungsveränderung als Sieger des Abends gilt, ist vielleicht auch der frühen Abstimmung geschuldet – schließlich waren anfangs alle Zuschauer im Studio noch motiviert und so darf bezweifelt werden, dass zum Beispiel das durchaus interessante Drohnenrennen zu einem frühen Zeitpunkt nicht auch hätte gewinnen können. Aber der Aufwand und dazu noch das altbekannte Gesicht von Matthias Schweighöfer punkteten wohl am meisten in diesem von außen schwer durchschaubaren System.

Nun darf man aber auch nicht den Fehler machen, Fernsehen generell und insbesondere Sendungen mit den oben genannten Protagonisten allzu ernst zu nehmen. Es ist und bleibt Unterhaltung am Samstagabend, auch wenn es sicherlich hier und da noch Steigerungsmöglichkeiten gibt – es blieb halt alles irgendwie im ungefähren und so wurde der Versuch an sich entsprechend zelebriert, ohne wirklich ein Segment hervorzuheben. Ohne diese klare Linie war es ein bisschen wie Zappen ohne Fernbedienung, wenn man nicht sowieso schon gewohntermaßen in den Werbeunterbrechungen umgeschaltet hat, um rechtzeitig wieder zurück zu sein. In dieser Beliebigkeit kann man eigentlich machen was man will, Prosieben hat diesem Format wohl freie Hand gelassen und so entscheidet nicht nur im Studio das Publikum über die Einschaltquote, sondern auch die realen Zahlen sorgen entweder für eine Zukunft von der größten Show der Welt oder eben für das Aus.

Siehe auch Kritik DWDL – Quelle: DWDL.de

Harndrang – nachgeben oder nicht?

Manche fragen stehen einfach so im Raum und niemand traut sich vielleicht, sie zu stellen oder nur im Gespräch mit einem Mediziner. Zum Glück ging die BILD der Frage nach, ob es ungesund sei, „Pipi zurückzuhalten“ oder eben wie oben für Erwachsene gefragt, ob man jedem Drang, auf die Toilette gehen zu müssen, auch nachgegeben werden sollte. So etwas wäre zum Beispiel etwas gewesen, was ich gerne hätte in der Schule lernen wollen. Aber das ist ein anderes Thema.

Aus dem Stand würde ich sagen, dass es nicht zwingend notwendig ist, immer sofort auf das WC zu rennen beim anschwellenden Harndrang. Aber die Probleme liegen ja auch oft an den sich bietenden Möglichkeiten – sei es im wahrsten Sinne des Worts wegen der Örtlichkeit als auch an der Zeit. Zum Beispiel in den Arbeitspausen oder bevor man das Haus verlässt ist es mir nicht fremd, auf die Toilette zu gehen und auch wenn ich durch die Stadt spaziere, plane ich an bestimmten Umsteigepunkten einen möglichen WC-Gang, bevor ich aus oben genannten Gründen in Schwierigkeiten komme.

Die Antwort gibt auch der Artikel:

Es gibt Menschen, die trinken eine ganze Flasche Wasser und spüren stundenlang keinen Drang zu pinkeln. Ist das gesund?

Quelle: Alltagsfrage: Ist Pipi zurückhalten ungesund? – Ratgeber – Bild.de

Milo Moirès Nackt Selfies auf dem Berliner Alexanderplatz

Man stelle sich vor, die Einkäufe ziehen einen Richtung Alexanderplatz oder Touristen sind bei der Suche nach Sehenswürdigkeiten an diesem markanten Platz angelangt und sie sehen dann die nackte Schönheit Milo Moirè, wie sie Passanten anspricht für ein Foto mit ihr. Diese Art von Kunst ist wohl ihr Markenzeichen und darum scheint das auch einfach möglich zu sein, wenn es dazu noch gefilmt wird für die Nachwelt, soll uns das in diesem Fall nur recht sein. Auf diesem Wege sehen wir auch noch einmal, wie es so bei schönstem blauen Himmel auf dem Berliner Alexanderplatz aussieht und wie die Menschen auf sie reagieren. Nach einer kurzen Weile hat sich ja schon eine beträchtliche Menge an Damen und Herren auf dem Platz des Geschehens eingefunden, wobei die Anzahl der männlichen neugierigen wohl ungleich höher sein dürfte ob der besonderen optischen Reize, die hier als Kontrast zu der Hektik in der Hauptstadt geboten werden.

Promiflash: „Extra-Kilo“-Überschrift schockiert

Es gibt manchmal so Momente beim Lesen einer Überschrift, da weiß man nicht ob man sich einfach nur wundern soll oder schon das kotzen bekommt. So geschehen, als Promiflash meinte, über Extra-Kilos von Sarah Lombardi berichten zu müssen. Es ist eine Unverschämtheit, eine Bewertung über das Gewicht mit in eine Überschrift zu übernehmen, zumal die Leistung in der Tanz-Show „Let´s Dance“ keinen Zweifel an ihrer Sportlichkeit zulassen durfte. Der ganz normale Zuschauer hat dies auch respektiert und es wurde auch honoriert von der Jury, wie es schon in einem anderen Artikel hier thematisiert worden ist.

Aber wenn manchmal über Magersucht und ähnliche Phänomene bei Modells oder in den Medien heimischen Personen berichtet wird, dann kann man solchen Überschriften über einen „kurvigen Body“ auch eine Mitschuld geben. Denn hier wird unterschwellig die Message untergebracht, Sarah Lombardi sei übergewichtig und im Grunde genommen zu dick. Gleiches denken ja auch junge Mädchen, die mit einer komplett normalen Figur vor dem Spiegel stehen und sie diese Signale und Meinungen von Magazinen oder anderen Quellen überbewerten. Dann fühlen sie sich nicht wohl in ihrer Haut im wahrsten Sinne des Wortes, nehmen ab und wollen immer weiter abnehmen. Das schaukelt sich hoch bis hin zur Magersucht und den kleinen Größen, die in der Mode angeboten werden oder auch größeren Größen, die kaum oder schwer erhältlich sind. Immerhin ist Sarah Lombardi auch stolze Mama und ich glaube auch nicht, dass sie sich sagen lassen muss, ob oder wo sie nach welchem Idealbild auch immer sie ein paar „Extra-Kilos“ hat oder eben auch nicht. Von daher ist es beschämend und schockierend, solche Überschriften in Bezug auf Menschen zu lesen, die völlig normal gebaut sind und diese durch die Blume formulierte Kritik in keinster Weise nachvollziehbar ist.

Die Medien täten gut daran, sich von den ganzen Bewertungen fernzuhalten und neutral über Sachverhalte zu berichten, auch wenn man unter Umständen auch durch diesen Artikel bezifferte diese Überschrift solche Reaktionen wie die meine provoziert hat. Ich finde es ekelhaft, die Person Sarah Lombardi auf ihre „Extra-Kilos“ hin zu erwähnen und vergleichbar würde sich das wohl dieses Magazin nicht bei jedem trauen. Niemand muss sich für sein Gewicht schämen oder entschuldigen bzw. rechtfertigen, manche haben auch gesundheitliche Probleme oder wollen schlicht so leben, wie sie sind.

 

Es war DER Moment der gestrigen Let’s Dance-Show: Schon als die ersten Töne von dem Shades of Grey-Soundtrack erklangen und Sarah Lombardi (23) lediglich im semi-transparenten Negligé auf die Bühne trat, hielt das Studiopublikum den Atem an. Mit ihrer sexy Performance bei der „Movie Night“ katapultierte sich das ehemalige DSDS-Sternchen in die Favoritenriege der tanzenden Stars. Doch die Sängerin ist nicht nur auf ihre Tanzkünste mächtig stolz. Sie wollte mit dem Auftritt ein Zeichen setzen: Für alle Frauen, die jemals an ihrem Körper gezweifelt haben.

Quelle: Trotz Extra-Kilos: Sarah Lombardi liebt ihren kurvigen Body! | Promiflash.de

In London: Gehverbot auf Rolltreppen

Das muss man wirklich mal weiterverfolgen, wenn bisher die Menschen links gehen und rechts stehen, nun aber ihr Verhalten ändern müssen – kann es eine Weile dauern, bis sie sich daran gewöhnt haben. Wenn es dann aber schneller und durch das „Stehgebot“ auch insgesamt sicherer wird, ist diese Entwicklung zu begrüßen. Ich allerdings bin mehr ein Fan der ganz flachen Variante, damit auch Kinderwagen und Rollstühle einfach und bequem die Etage wechseln können. Dieses Thema wird uns also auch weiter beschäftigen.

Es klingt paradox, aber in den Londoner U-Bahn-Stationen soll ein Gehverbot auf Rolltreppen kommen, damit die Fahrgäste schneller rein- und rauskommen.

Quelle: Londoner U-Bahn-Station: Gehverbot auf Rolltreppen! – TRAVELBOOK.de

Sarah Lombardi überrascht bei Let´s Dance mit SM-Tanz

Normalerweise schaue ich gar kein „Let´s Dance“ auf RTL, aber diesmal wurde ich durch die positiven Schlagzeilen noch einmal dazu animiert, auf Clipfish das Video von Sarah Lombardi anzuschauen. Und ich war ehrlich gesagt selber sehr überrascht, dass sie zu so einer Leistung fähig ist, Sinnlichkeit und Erotik in einem Tanz zu vereinen.

Die Nummer, die sie sich da ausgewählt hat aus dem Film „50 Shades Of Grey“ hat die Faust aufs Auge gepasst und Sarah Lombardi hat es überzeugend vorgetragen. Sie hat zu Recht die volle Punktzahl von der Jury bekommen und kann stolz auf ihre Leistung sein.

So much fun #letsdance ❤️

Ein von Sarah Engels (@sarahx3pietro) gepostetes Foto am

In der Tanz-Show treten prominente mit einem Tanzpartner gegeneinander an und am Ende entscheiden Roche Gonzales, Motsi Mabuse und Llambi mit ihren Punkten von 1-10, wie es Ihnen gefallen hat. Letztendlich zählt aber auch der Spaß an der Freude und der war ihr bei diesem sexy Tanz wirklich anzusehen. Wie sie sich da bewegt hat, sich in die Hände ihres Tanzpartners begeben hat und auch den Sprung gewagt hat – das war dann auch am Ende wirklich die volle Punktzahl wert. Hier noch einmal das Video von Sarah Lombardi aus der Show vom Freitag, den 22. April 2016 mit ihrem SM-Tanz in einem tollen Outfit.


Bilder und Impressionen zum Pokal-Spiel Hertha BSC gegen Borussia Dortmund im April 2016

An diesem stinknormalen Mittwoch sollte es also soweit sein und der Traum vom DFB-Pokal Finale muss nun in die Wirklichkeit übertragen werden, dies gelingt nur durch ein Weiterkommen im Halbfinale gegen Borussia Dortmund. Schon die ganzen letzten Wochen war ein gewisses Kribbeln seit dem schnellen Ticketverkauf zu spüren, als innerhalb weniger Stunden das Halbfinale im Berliner Olympiastadion ausverkauft war.

Hertha Fans Eingang

 

Viele Hertha-Fans haben sich für diesen speziellen Tag, den 20. April 2016, frei genommen oder sogar Urlaub, um auf keinen Fall spät zu kommen oder anderweitig dieses Spiel zu verpassen. Das geht natürlich auch für die vielen Gäste aus Dortmund, die die BVB-Kurve sichtbar schwarz-gelb hüllten und füllten. Auch diese hatten ihren Beitrag dazu geleistet, dass dieses Halbfinale vor dem Anpfiff von der Atmosphäre her seinesgleichen suchte und die Erwartungen an ein großes Spiel weiter groß blieben.

Ausverkauftes Olympiastadion

Wer mit der Bahn gekommen war, wird schon die Menge an blau-weiß-gekleideten Menschen erkannt haben und so war S-Bahn und U-Bahn voll und damit beschäftigt, die Zuschauer in Richtung Olympiastadion zu befördern. Dort trafen sie auch zahlreich ein und zelebrierten sich und das Spiel – die Stimmung war also wirklich hervorragend und man traf überall auf erwartungsfrohe und positiv denkende Menschen.

Choerographie Ostkurve Hertha - BVB

Die Choreografie vor dem Spiel war wirklich ein absolutes Highlight und das habe ich selbst so in dieser Form noch nie gesehen, auch als die vielen auf den Rängen verteilten Hertha-Fahnen in die Höhe gestreckt wurden zum schwenken, waren das Momente, die man so schnell nicht vergessen wird. Man muss auch wirklich dann diesen Moment, diese Situation, diese Gemengelage spüren und in sich aufnehmen – wer weiß schon, wann so etwas wiederkommt.

Große Anspannung vor dem DFB-Pokal-Halbfinale

All diese Lichter, die Sprechchöre aus der Ostkurve, den eigenen Jubel beim einlaufen und all dieses Drumherum war schon das Eintrittsgeld wert – allerdings wollte man natürlich, dass diese Stimmung sich auch auf dem Platz und auf die Spieler überträgt. Man muss wirklich anmerken, dass Hertha BSC das Spiel lange offen gestalten konnte und trotz der sehr zaghaft vorgetragenen Angriffsversuche nach 20 Minuten mit 0:1 in Rückstand geraten ist und danach weiter an dieser Linie festgehalten hat.

Peer Steinbrück sieht die Hertha-Fahne...
Peer Steinbrück sieht die Hertha-Fahne…
...nimmt sie in die Hand...
…nimmt sie in die Hand…
...und legt sie beiseite....
…und legt sie beiseite….
...um für Thomas de Maizière die Hand frei zu haben.
…um für Thomas de Maizière die Hand frei zu haben.

Das hatte dann doch aber auch zur Folge, dass der Funke von der Mannschaft auf die Ränge nicht so in dieser Form übertragen werden konnte, wie man es sich vielleicht gewünscht hätte – es waren also kaum Angriffe auf das gegnerische Tor und so konnte man kaum auch mal eine Chance bejubeln oder einen Schuss neben den Dortmunder Kasten laut beschreien. Es war so, dass das Hertha-Team doch sehr aufgeregt schien und das volle Olympiastadion seinen Teil auch dazu beitrug.

Hertha - Dortmund

Hinzu kam die Qualität, die die Dortmunder Gäste zweifelsfrei auf dem Platz brachten und wenig Spielraum für Pässe oder gute Kombinationen auf Seiten der Gastgeber zuließ. Trotzdem gab es vernehmbar für mich kaum Pfiffe oder negative Verlautbarungen, es war halt einfach nur zu ruhig für ein Halbfinale des Underdogs vor ausverkauftem Haus. Das wird sicherlich auch Pal Dardai geärgert haben, dass man sich zu wenige Chancen hatte ausspielen können und so die Zuschauer nicht mitnehmen konnte auf den eigenen erfolgreichen Weg. Nach einer Stunde Spielzeit gab es dann einige Einwechslung, die deutlich frischeren Wind in das Spiel brachten – Leiter gab es in dieser Phase nach der 70. Minute auch den Treffer zum 0:2 und somit war das Halbfinale zum DFB-Pokal praktisch gelaufen und das 0:3 kurz vor dem Schluss war dann auch nicht mehr zu verhindern.

Dortmund-Fans jubeln im Oly

Im Großen und Ganzen hat es mir natürlich trotzdem Spaß gemacht, bei diesem Ereignis mit dabei zu sein und die Emotionen vor dem Spiel zu spüren. Leider hat während des Spiels etwas das Feuer gefehlt aus meiner Sicht, dass die Fans noch mehr mit brennen lässt – wer weiß, was ein früher Treffer bewirkt hätte, den man durch ein paar beherzte Angriffsversuche in der ersten Viertelstunde probiert hätte und was dies auf den Rängen ausgelöst hätte.

Ich gönne war auch der Hertha, dass das Stadion natürlich ausverkauft war und viele Fans aus Berlin und dem Umland den Weg dorthin gefunden haben. Aber auch hier sah man den Unterschied zu normalen Liga-Spielen – elend lange Schlangen am Bierstand, zu den Toiletten und auch natürlich an den Eingängen. So gibt es sicherlich auch den einen oder anderen, der dann ganz froh ist, wenn nur noch die Hälfte der Leute anwesend ist und dafür wortgewaltig für seine Hertha die Stimme erhebt. Man hat vor oder nach dem Spiel wieder Lust auf ein Bier, kann zwischendrin das Pissoir aufsuchen und gibt am Ende sogar mehr Geld aus, als vielleicht wenn alles voll ist.

Ich aber habe auf jeden Fall auch etwas mitgenommen von diesem DFB-Pokalfinal-Halbfinale: ein Schal von Hertha BSC sollte es sein für 14,95 € und jede Menge positiver Emotionen vor dem Spiel, tolle Bilder von der Ostkurve mit ihrer Choreografie und all die schönen Fotos voller Vorfreude und Enthusiasmus, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. Dass dies nicht in der Form gelang, wie man sich es vorgenommen hatte, lag vor allem aber an der gegnerischen Klasse – nehmen wir es wirklich als Chance, dass so etwas wiederkehren kann und alle Protagonisten Gelegenheiten haben könnten, dieses Ereignis positiver zu gestalten. Danke, Hertha.


Aufstellung Hertha BSC gegen BVB im Pokal – YouTube

Diese Bilder werden sich einbrennen in die Erinnerungen und man kann endlich mal wieder erzählen, was da so vor dem Spiel bei der alten Dame Hertha so los war. Unglaubliche Stimmung, pickepackevolle Ränge und überall wohin das Auge reicht alles in blau-weiß. Aufsaugen muss man so etwas, die Ostkurve hat sich auch richtig etwas einfallen lassen und gefühlt das ganze Olympiastadion brüllte die Aufstellung mit beim Hit gegen Borussia Dortmund im Halbfinale des DFB-Pokals. Leider nahm die Mannschaft diese Leidenschaft vor allem in der ersten Hälfte nicht mit durch beherzte Angriffe – da schon setzte sich die Qualität im BVB-Kader durch und ließ kaum Gegenwehr zu. Das Berliner Olympiastadion darf sich also wieder auf ein tolles DFB-Pokal-Finale zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund freuen.

Ostkurve Choreo zum Pokal-Halbfinale

Hier in diesem Video vom DFB-Pokal-Spiel sieht man die Choreo der Hertha-Fans vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund, insgesamt war es wohl die positive Stimmung und Anspannung wie vor einem runden Geburtstag, die in Erinnerung bleiben wird – zu schwer tat sich Hertha BSC, den BVB gerade zum Start als Heim-Team unter Druck zu setzen. Auch das Berliner Olympiastadion hatte sich herausgeputzt und mit einigen Lichteffekten, es wurden auf jedem Platz Fahnen verteilt auch zur optischen Unterstützung für die Zuschauer.