Nach Amoklauf: Nicht überhitzen

Also von mir aus muss nicht wirklich eine Talkshow ihre Sommerpause unterbrechen und hektisch wie jetzt nach der Wahnsinnstat im OEZ München sofort wieder Experten, Betroffene und Politiker zu Wort kommen lassen. Im Falle der ARD -dem selbsternannten „Ersten“- hätte es mir schon gereicht, wenn man am Freitag direkt die Sportübertragung des Frauen-Freundschaftsspiels Deutschland gegen Ghana beim Stand von 9:0 unterbrochen hätte und seine Arbeit getan hätte. Man spürte aber deutlich, dass die Systeme auf Wochenende runtergefahren waren und erst nach und nach in den Krisenmodus geschaltet werden konnte. Jetzt noch auf den abgefahrenen Zug aufzuspringen in Form eines „Hart aber fair extra“ halte ich schlichtweg für übertrieben, weil es nach den bisherigen Erkenntnissen keine politisch motivierte Tat war und man daher jede Woche mit anderer Gewichtung einen Extra-Talk machen könnte. Macht man aber nicht, man hat sich für den Sommer-Modus entschieden und hätte meiner Ansicht nach auch dabei bleiben sollen.

Das richtige Maß der Berichterstattung

Die Tat an sich ist schlimm und die Medien sollten in erster Linie diese nutzen, um über das richtige Maß der Berichterstattung nachzudenken. Zwei Stunden heiße Luft senden, nur um „live“ zu sein erscheint mir genauso falsch wie ob des Faktors Ungewissheit in der frühen Phase das fast komplett auszublenden. Jetzt aber sollte man das tun, was auch von der Bevölkerung immer gefordert wird: Nämlich das normale Leben so weiterführen, wie es bei Anschlägen sehr gerne und mantraartig immer wiederholt wird. Das ist zwar so, als würde man bei einem Spaziergang den Regen so lange ignorieren, bis man pudelnass ist – nur, um den Regenschirm nicht aufspannen zu müssen („Ich habe den Schirm nicht gebraucht!“), aber so wird einem dass ja stets empfohlen.

Der gesunde Mittelweg ist wohl die Lösung

Dabei sollte wir hier genauso etwas mehr die Antennen ausfahren wie in anderen Situationen die Herdplatte nicht aufs Maximum zu stellen. Ein gesunder Mittelweg ist wie so oft die Lösung, nicht zuletzt deswegen wurde auch der Münchner Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins so in den Himmel gehoben wegen seiner analytischen Art und Renate Künast in die Hölle geschickt wegen ihrem vorschnellen Tweet auf Twitter. So also sollten wir uns bewegen, um nicht zu viel Raum den Spekulanten eigener „News“ und anderen Wichtigtuern zu überlassen. Nicht die Nachrichten werden immer schlimmer, sondern das Tempo, welches uns mit immer neuen Updates und Nachrichten jagen soil. Und dagegen kann jeder Ruhe, Besonnenheit und gesunden Menschenverstand dagegensetzen. Wenn man will.

 

Quelle: Nach Amoklauf: Plasberg darf am Sonntag ran – DWDL.de

Unfall auf Frankfurter Allee

Ein spektakulärer Unfall ereignete sich am Mittwoch, den 20. Juli 2016 auf der Frankfurter Allee. Beteiligt waren ein Sattelzug und ein Motorrad, wobei der LKW durch die Kollision in Brand geraten war. Zur Mittgaszeit konnte man die schwarze Rauchwolke von dem Feuer-Unfall weit über das Areal der Frankfurter Allee sehen. Hier der Bericht auf rbb Panorama

Rauchwolke Berlin Unfall
Die Rauchwolke vom Unfall auf der Frankfurter Allee aus Sicht in Höhe der Mercedes Benz Arena

Zeitnah waren Rettungskräfte dort und die Aktivitäten mit der Rettung hatten eine umfangreiche Sperrung zur Folge, die Polizei hatte das Areal zwischen U-Bahnhof Frankfurter Allee und U-Bahnhof Magdalenenstraße zu beiden Seiten gesperrt. Die Aufräumarbeiten und die Analyse des Unfallhergangs dauerte bis in den frühen Abend, aber einen solch schweren Unfall gibt es auch zum Glück nicht alle Tage.

Polizei Frankfurter Allee
Weiträumig wurde der Unfallort um die Frankfurter Allee gesperrt

Es bleibt natürlich zu hoffen, dass es sowohl dem verletzten Motorradfahrer als auch dem Fahrer des Sattelzuges bald wieder besser geht und die Vorgänge rund um den Unfall in der Frankfurter Allee aufgeklärt werden. Da sind die Behinderungen bis tief hinein in die Nebensraßen und die Warschauer Straße  sicherlich ein verschmerzbares Übel.

Auto Unfallforschung
Ein Fahrzeug des Teams Unfallforschung trifft ein

Hier noch ein kurzes Video von der Unfallstelle:

Ein Fest in Tegel ohne WC

Mal wieder war ja das berühmte Hafenfest in Tegel und gefühlt ganz Reinickendorf war vor Ort, dazu noch ein bisschen Spandau und wenn man gesehen hat was da an Menschen nach dem Feuerwerk weggegangen ist, noch jede Menge mehr aus ganz Berlin. Und das auch völlig zurecht, denn der gute Ruf dieses Festes ist weit über den Norden Berlins bekannt und da darf es nicht wundern, dass da genügend Besucher den Abend verbringen.

Vor, während und nach dem Tegel-Fest ist nix mit WC

Wir waren ebenfalls zuvor noch komplett in einem anderen Teil von Berlin und hatten uns das als Ziel für den Abend nach einem tollen Ausflugstag ausgedacht. Mein Problem fing allerdings schon an, als ich nach 45 Minuten Anfahrt noch mal schnell eben irgendwo in Alt-Tegel Nahe dem gleichnamigen U-Bahnhof auf ein WC wollte. Die dortigen City-Toiletten waren schon gut frequentiert und was im C & A abging, wusste ich noch aus dem vergangenen Jahr.

Von Alt-Tegel bis zur Greenwichpromenade kein Klo

Also wohl oder übel gute Miene zum bösen Spiel gemacht und aber auf dem Weg zur großen Bühne in der Mitte der Greenwichpromenade nochmal links wie rechts geschaut, ob sich da nicht irgendwas „machen“ ließe im wahrsten Sinne des Wortes. Jedoch war eben alles voll mit Menschen und irgendwie würde es schon gehen, außerdem dind ja dann dort auch die beliebten Dixies oder andere Wagen. Ist ja schließlich groß alles und genügend Leute da, die ausreichend Getränke zu sich nehmen und daher ebenfalls irgendwann und so weiter.

Sechseerbrücke abends beim Hafenfest
Schnell über die Sechserbrücke, vom Hafenfest Tegel rüber….

Doch weit, weit gefehlt. Rechts abgebogen Richtung dem Kölsch-Stand am Ende der Promenade und erstmal ein paar Bierchens geordert und bekommen. Dann kling kling Prostata danke nächste bitte. Für eine kurze Phase hatte ich schon mein kleines urinales Problem vergessen, doch durch die regelmäßige Zufuhr weiteren Gerstensaftes wurde das eben eher größer und immer dringlicher. In der Zwischenzeit hatten andere ebenfalls das Problem, kamen eine halbe Stunde später wieder wegen der Wartezeit oder sind vielleicht für immer verschollen?

Man muss sich beim Hafenfest in die Büsche schlagen

Das Pinkel-Problem musste ich dann erstmal so lösen, dass ich weit und noch weiter gelaufen bin ohne Wartezeit und so konnte ich mich in einem fast naheliegenden Grünbereich über der Sechserbrücke retten, um mich dahinter irgendwo zu erleichtern. Ich bin ein erwachsener Mensch über 45 Jahre und mir war das aber peinlich, mich da so hinzustellen. Wie mag es erst den anderen gehen, die ob dieser Bedenken weiter die Backen zusammenkneifen und einfach nicht gehen. Oder man muss es als sportliche Herausforderung und Training für die Blse nehmen, auf das Hafenfest in Tegel zu gehen ohne Aussicht auf einigermaßen komfortablem Wasserlassen.

Veranstalter machen Dienst nach Vorschrift

Mal im Ernst: Kann man nicht als Veranstalter einfach genügend Flächen für solche WC´s einplanen? Die wollen alle immer, dass wir immer schön saufen und fressen – aber wenn es um das Gegenteil geht, da scheint es wirklich Schwierigkeiten zu geben, für einen vernünftigen Service zu sorgen und seinen Kunden eine ellenlange Warteschlange zu ersparen. Von eventuellen großen Geschäften möchte ich erst gar nicht sprechen und es wäre schön, wenn diese unwürdigen Umstände im 21. Jahrhundert mal irgendwann beseitigt werden. Wir dürfen auch nicht vergessen, die Straßenfest-Generation wird auch immer älter und die können nicht alle mal eben an den Baum. Oder an den Tegeler See…..

Feuerwehr ruft und alle kommen

Sonst ist es ja eher umgekehrt, die Menschen rufen die Feuerwehr wenn sie in Not sind – diesmal war es andersherum, weil die Feuerwehr gerufen hat mit der Einladung zum Tag der offenen Tür in Siemensstadt. Trotz des etwas trüben Wetters kamen Tausende, um sich über die Arbeit der Feuerwehr und anderen Rettungsdiensten zu informieren oder auch um den vielen kleinen Kindern ein bisschen Spaß zu bereiten.

Feuerwehr Siemensstadt
Die Berliner Feuerwehr lud ein

Denn vieles geht ja hier in der frühen Jugend über den Spaßfaktor und für die Kids wurde ja wirklich reichlich Programm aufgefahren. Zum Beispiel konnten sich die Kleinsten am Wasserschlauch probieren….

Kids üben Löschen
„Ich will Feuerwehrmann werden“ rief schon immer der kleine Drache

…….um ein bestimmtes Ziel zu treffen oder auch um einen möglichen Brand zu löschen.

Kind lernt Feuer löschen
Die Expertin erklärt dem Nachwuchs Ziel und Aufgabe

Wer seinen persönlichen Brand zu löschen hatte, bekam an einem der zahlreichen Stände etwas zu Trinken oder für den Appetit zum Mittag auch reichlich an Essbarem. Im Vordergrund standen aber auch Vorführungen für die Rettung nach Unfällen….

Seitenöffnung PKW
Hier wurde eindrucksvoll vorgeführt, wie die Rettungskräfte ein PKW öffnen mit schwerem Gerät

….oder der Einsatz von Suchhunden.

Einsatz auf vier Pfoten - der Suchhund
Dieser Suchhund von Deutschen Roten Kreuz ist für das Auffinden von Personen ausgebildet

Das Gelände war auf jeden Fall prall gefüllt vom Publikum und es gab auch einige Vorführungen auf der Bühne und auch dort Interviews sowie Informationen zum möglicherweise künftigen Beruf, was es hierbei zu beachten gilt und welche Eigenschaften das Berufsbild eines Feuerwehrmannes oder einer Feuerwehrfrau erfordert.

Bühne Feuerwehr Berlin
Informationen zum Beruf bei der Feuerwehr in Interviews

Der Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr in Siemensstadt hat sich also auf jeden Fall für beide Seiten gelohnt, so stößt man auf beiderseitiges Interesse und lernt einige Vorgänge besser zu verstehen. Bleibt also zu hoffen, dass der Nachwuchs auch bei der Feuerwehr und anderen Rettungsdiensten nicht nachlässt, dafür sind diese Dienste viel zu wichtig in der Vergangenheit, der Gegenwart und wohl auch erst recht in der Zukunft.

Feuerwehr alt
Historischer Feuerwehrwagen

Ich unterstütze jederzeit und gerne immer auch gerade die Feuerwehr, weil sie trotz ihres heldenhaften Berufes nicht überall eine gute Lobby hat. Daher sollte auf jeden Fall für eine faire und gerechte Bezahlung der hauptamtlich tätigen Menschen bei der Feuerwehr gesorgt werden und aus dieser gesunden Struktur kann sich auch die Freiwillige Feuerwehr mit ihrer Jugend weiter entwickeln.

Infos von der Feuerwehr
Jede Menge Infos zum Lesen und Mitnehmen gab es in der Halle für die Besucher

So ein Tag der offenen Tür wie jetzt hier in Siemensstadt kann sehr gut die volle Bandbreite der einsetzbaren Möglichkeiten im Katastrophenfall bis hinunter zu kleinen Unfällen aufzeigen und war mit dem gesamten Mix sehr erkenntnisreich und dabei unterhaltsam. Vielen Dank also an alle Organisatoren und Helferlein im Vorder- wie auch im Hintergrund.

Motorrad Feuerwehr
Beliebtes Fotoobjekt mit dem Nachwuchs waren die Motorräder

Pokemon Go versus News

Bis zum Sonntag wurden den Usern immer wieder die Bilder der Fußball-EM ins Hirn geprügelt und „König Fußabll“ war an allererster Stelle, nun also Nizza mit den Nachrichten vom Attentat. In den paar Tagen dazwischen war der Start des Smartphone-Games Pokemon Go in den Schlagzeilen, da musste man als Bundesregierung schon gewaltig laut klopfen, um sich beim geneigten und nicht urlaubenden Publikum Gehör zu verschaffen. Jetzt denken manchen Menschen, man lese nur noch etwas über Pokemon hier, Pokemon da – eventuell konsumiert man also die falschen Medien?

Ich kann dann auch nochmal sagen, dass ich solche Empfindung weder bei mir, noch bei „meinen“ Kontakten auf Facebook, Twitter oder anderen sozialen Netzwerken so nachvollziehen kann. Wie übrigens oft nach solch schrecklichen Vorfällen. Eventuell achtet man mehr auf Pokemon, weil einen das stört… keine Ahnung. In den Medien dürften auch dort die Berichte aus Nizza Vorrang haben und auf Twitter und, na eigentlich alles was so kommuniziert und publiziert. Sei es Mensch oder Medium.

Wir leben in einer politisch spannenden Zeit und wenn sich bestimmte TV-Sender in ihren Alltagstrott flüchten oder nachts gar nicht berichten, während n-tv als kommerzieller Sender sofort on air war, dann finde ich das schon bedenklich. Wie unpolitisch die Menschen in der Welt geworden sind. Die globale Politik greift immer mehr in den Alltag hinein und freut sich natürlich über Ablenkung, wie sich auch die Seele freut über positive Meldungen. Aber die Welt ist nicht so und darum hat man aus meiner Sicht die Pflicht, weiter informiert zu bleiben – ohne, dass man von dem Medien hetzt wird. In der Ruhe liegt die Kraft auch, um sich ein eigenes Urteil zu bilden oder aus dem Puzzle der Emotionen, der Fotos und bewegten Bilder nicht zu viele Einflüsse auf sich einströmen zu lassen. Dann ist zwischendurch auch mal Platz für Pokemon, für ein paar Minuten.

Das Sommerhaus der Stars auf RTL

So manche Kritik mag nicht positiv sein, aber es war verdammt nochmal etwas zur Unterhaltung und ich fand es kurzweilig. Durch die Prüfungen für alle traf den Blamage-Faktor jedes Paar und somit war das schonmal besser als im Dschungel, wo man sich immer nur auf einen fixiert. Ich schalte auf jeden Fall auch nächste Woche wieder ein und würde es auch anderen empfehlen, die solche Formate generell auch mögen. Durch den Rauswurf von Rocco/Heger sind auch noch nicht so abgenutzte Leute drin, die man sich noch nicht so „übersehen“ hat. Gibt Schlimmeres.

Thorsten Legath durfte samt Gattin als Erster einziehen, dann kam Hubert Kah mit Gemahlin und es folgten allerlei andere mehr oder minder eher Unbekannte, die man aber im Laufe der Staffel wohl noch kennenlernen wird. Gut okay, den „schönen René“ Weller kennen viele noch als Boxer und irgendwann war auch mal was mit seiner Frau im TV – aber das kann man sich ja auch nicht alles merken. Dann war da noch so ein TV-Immobilien-Makler, der schon mal gleich mit klaren Statements auf sich aufmerksam machte und eine sympathische Adlige, die auch Musik macht oder damit zu tun hat.

Man muss sich auch nicht alle merken, weil eh nach und nach rausnominiert wird – aber der Mittwoch bot auf RTL dann schon mal einen Aftakt mit einigen Knalleffekten, der mit der Rauswahl von Rocco Stark und Angelina Heger endete und somit auch dieses unwirkliche Verliebtengebrabbel aufhört und die Bühne frei ist für Erwachsenen-Konflikte. Damit geht es nämlich schon nächste Woche weiter und Freunde gepflegter Trash-Unterhaltung oder dieser Art von Shows können sich freuen.

POKÉMON GO erster Eindruck

Hier hat jemand schon Pokemon Go runtergeladen und erzählt in einem YouTube Video von seinen ersten Erfahrungen. Das Thema Pokemon Go wird Deutschland auf jeden Fall noch interessant werden, wenn die ersten Unfälle passieren oder Beziehungen daran zerbrechen. 😀

Die Verschmelzung von der realen Welt mit der virtuellen war ja schon lange ein Ziel und hiermit scheint ein kleiner Durchbruch geschafft, denn die Spieler bekommen teils Aufgaben mit Orten, die sie in der Wirklichkeit auch besuchen müssen ähnlich wie beim Geocaching. Dadurch entstehen natürlich wieder neue Verknüpfungen mit anderen Spielern, weil man unter Umständen am gleichen Platz ist und etwas gemeinsames erlebt.


Einfach mal das Video anschauen mit den sogenannten PokeStops, bei denen man wohl Punkte sammeln kann und mit der App auch zum Beispiel in Supermärkten ganz individuell die Pokemons erblicken kann. Anderswo ist die App jedenfalls ein richtiger Mega-Hype und die Server sind laut Ausasage von RTL schon mal zusammengebrochen. Und dabei steht der Start in diesem Sommer 2016 in Deutschland noch bevor mit einem der wichtigsten Märkte weltweit, aber lassen wir uns mal überraschen und schwelgen in der Vorfreude.

Ein bisschen Geschicklichkeit ist mit dem Handy auch vonnöten, um mit der App die Pokemons richtig zu steuern und zu finden, außerdem gilt es zu beachten, dass man mit seinem Smartphone einen enorm großen Akkuverbrauch durch die GPS-Funktion zum Übertragen des Aufenthaltsortes hat und mindestens einen Ersatzakku haben sollte – von den zusätzlichen Online-Kosten ganz zu schweigen. Das soll aber dem Spieltrieb keinen Abbruch tun und das Video auf YouTube mit dem Gameplay zu Pokemon macht halt auch echt Lust auf mehr.

„Co-Trainer“ Ronaldo wird mit Portugal Europameister!

Bekanntlich schreibt ja jedes Spiel seine eigene Geschichte und so ist es bei großen Turnieren wohl auch, große Dramen und kleine Ereignisse waren auch beim Finale der Fußball-Europameisterschaft 2016 zu finden – etwas überraschend ging Portugal mit Cristiano Ronaldo hieraus als Sieger hervor. Aber sowohl die EM 2016 in Frankreich als auch das Endspiel direkt erlebten kleine Kuriositäten, die nicht unerwähnt bleiben sollen. Auf jeden Fall haben jetzt alle Protagonisten erst einmal etwas Zeit, sich von den Strapazen und maximal sieben Spielen zu erholen. Denn schon nach der Sommerpause geht es weiter mit dem alltäglichen Wahnsinn in den europäischen Ligen.

Die vorher gehandelten Favoriten auf den EM-Titel 2016 waren ja eher die Gastgeber aus Frankreich, der Weltmeister aus Deutschland oder Spanien, Italien und schon mit etwas Abstand England. Dass nun aber Außenseiter Portugal nach diesem Turnierverlauf als Dritter in den Gruppenspielen noch wie Phönix aus der Asche steigt und mit der angewendeten Strategie weiter Erfolg hat – da hätte man auch ins Casino888 gehen können und mit etwas Glück ähnlichen Erfolg haben können. Denn eine sportliche Analyse, die die spielerischen Fähigkeiten von Cristiano Ronaldo und seine Mannschaftskameraden zum Thema hat, wäre nie zu dem Ergebnis gekommen, dass Portugal sich mit sechs Unentschieden in sieben Spielen durch die EM 2016 schleift.

Ein einziger Sieg nach 90 Minuten im Halbfinale muss bei Europameister Portugal schon als besonderes Ereignis hervorgehoben werden, hier gewann man also schon fast sensationell mit 2:0 gegen einen im Vorfeld der EM ausgemachten kleinen Fußballzwerg. Dieser wuchs jedoch über sich hinaus in den Gruppenspielen und danach, Wales kämpfte sich bis zum Halbfinale und schaltete auf dem Weg dorthin ebenfalls einige Favoriten aus. Nun aber kann man sagen, dass man wenigstens gegen den Europameister ausgeschieden ist und dies wertet die eigene Leistung noch einmal ein bisschen mehr auf.

Aber zurück zu den Portugiesen. Diese haben nämlich schon in der Gruppenphase minimalistisch gespielt und nicht nur mit ihren lediglich drei erzielten Punkten sehr viel Spott und Häme auf sich gezogen, sondern ihnen wurden auch aufgrund der gezeigten Leistungen kaum Chancen auf den Titel eingeräumt. Nun war das 1:1 gegen Island ja nun wirklich nicht unbedingt das Gelbe vom Ei und ein 0:0 gegen Österreich eignete sich erst recht nicht zu einem Gradmesser, wo Portugal mit seinem Fußball steht. Das letzte Spiel in der Gruppe gegen Ungarn war schon wegen der vielen Tore spektakulär, sehr unterhaltsam war dann auch der Spielverlauf mit den Führungen des Teams von Torwart Gábor Király, denn das 1:0, 2:1 und 3:2 wurden immer wieder ausgeglichen zum finalen Ergebnis 3:3.

Auch im Achtelfinale ging es mit dieser Taktik so weiter, nach der regulären Spielzeit stand es gegen Kroatien nur 0:0 und die Verlängerung oder mehr mussten am Ende für eine Entscheidung über das Weiterkommen sorgen. So kam es aber in der 117. Spielminute zum erlösenden 1:0-Siegtreffer für Portugal – damit erreichte man also das Viertelfinale, welches ebenfalls von einer gewissen Dramatik und weiteren Überstunden geprägt war. Denn Polen gingen schon in der zweiten Spielminute sehr früh in Führung, aber diese konnte noch in der ersten Halbzeit durch das 1:1 für Portugal ausgeglichen werden. Dabei blieb es auch bis zum Ende und selbst die Verlängerung brachte keinen Sieger hervor, jetzt musste das Elfmeterschießen entscheiden und auch hier konnte sich Portugal wieder durchsetzen.

So kam es also zum Höhepunkt mit dem Finale von Portugal gegen Gastgeber Frankreich und auch hier blieben die Portugiesen ihrer Linie treu, waren defensiv stabil und ließen keinen Gegentreffer zu. Obwohl die Erwartungen an die Hausherren als vorher gehandelter Favorit und auch wegen dem Heimvorteil sicherlich extrem groß waren. Vor dem Spiel kristallisierte sich der Zweikampf zwischen Portugals Cristiano Ronaldo und Frankreichs Antoine Griezmann heraus, „CR7“ konnte noch Rekordtorschütze werden EM-übergreifend und Griezmann war praktisch die aktuelle Torjägerkanone für das Turnier 2016 mit bis dato sechs Treffern mehr zu nehmen.

Doch das Endspiel entwickelte sich anders als erwartet, Ronaldo wurde zum tragischen Held – nach einem Zweikampf musste er unter eigenen Tränen vom Feld getragen werden und spielte in der Schlussphase die Rolle des Co-Trainers sensationell. Er motivierte wild gestikulierend seine Mitspieler und auch Trainer Fernando Manuel Costa Santos bekam von ihm sein Fett weg. So konnte er sicher sein, dass die Kameras der Welt auch in dieser Situation auf ihn gerichtet waren und er wie immer und bis zum Schluss im Fokus steht. Sogar die vielen Motten, die durch das angeschaltete Licht in der vorherigen Nacht im Stadion Spieler, Schiedsrichter, Trainer und Funktionäre in Atem hielten, suchten die Nähe von Ronaldo und setzten sich auf seine Nase als er auf dem Rasen saß. Wer also diesen Turnier- und Spielverlauf hätte vorhersagen können, der sollte vielleicht mal sein Glück bei http://vogueplay.com/ probieren – denn dass Europameister Portugal auf seinen wichtigsten Spieler Cristiano Ronaldo den Großteil des Finals verzichten muss und trotzdem am Ende den Pokal in die französische Nacht strecken darf, begleitet von Motten die durchs Licht tanzen, hätte wohl Anfang Juni keiner gedacht.

Waldbühne Berlin: Rammstein liefert brachial ab

Am Freitag, den 8. Juli 2016 war es mal wieder soweit – die Berliner Waldbühne bebte unter den Klängen der Brachialrocker von Rammstein und sie hatten die Massen sofort im Griff, frei nach dem Motto aus dem Rammlied „Manche führen, manche folgen“. Doch dazu unten mehr, vorvor mussten sich die Fans noch in Geduld üben.

Schon das Konzert am 9. Juli war ausverkauft

Denn erst öffneten sich die Pforten der beliebten Freiluftarena um 17 Uhr und bis man auf dem Gelände war, dauerte es eine ganze Weile – dann, gegen etwa 19 Uhr 30 begann die Vorband. Im Normalfall soll sie den Fans schon mal so richtig einheizen und die Leute auf Temperatur bringen, aber dieses Mal hat man sich wohl bei der Auswahl vergriffen.

Rammstein-Fans in Erwartung ihrer Lieblings-Band

Waldbühne 8. Juli 2016

Die Dame, die da unter dem lauten Wummern der Bässe und mithilfe von Tänzern im pornografischen Outfit für Stimmung sorgen sollte, stieß eher auf Gleichgültigkeit oder sorgte für einen verstärkenden Drang, auf die Toilette zu gehen. Und dies war ob der Gegebenheiten rund um die Waldbühne kein großes Vergnügen. Überall lange Schlangen dort sorgen neben großem Druck auch für Verdruß und zeigt auch noch Verbesserungspotenzial für die Waldbühne auf.

Zu Recht die schönste Arena Europas: Die Berliner Waldbühne

Waldbühne hell

Akustisch wurde es jedenfalls nicht besser, „Peaches“ kam und der Himmel fing an zu Weinen – dann aber irgendwann war dieses Musikkonstrukt auch geschafft, die Wolken verzogen sich respektvoll und froher Erwartung auf Rammstein, das Wetter wurde besser und um 21 Uhr war es endlich (!) soweit. Spätestens beim zweiten Song „Reise, Reise“ waren alle Fans auf ihren Plätzen, bereit für eine gehörige Portion Hardrock mit deutschen Texten.

Reise, Reise von Rammstein am 08. Juli 2016

Schnell machte der Rhythmus das Publikum bis hoch in die oberen Ränge der imposanten Waldbühne zu einer Einheit aus klatschenden Händen, wehenden Haaren und sich wippenden Oberkörpern. Dabei hat Rammstein-Sänger Till Lindemann die Menge voll im Griff und sie „gehorcht“ bei den Songs „Hallelujah“, „Zerstören“ oder natürlich dem Kracher „Keine Lust“.

Gewohnter Anblick bei Rammstein: Viel Pyro, Blitze und optische Effekte

Rammstein Fans Berlin

Mit zunehmender Dunkelheit wurde es immer wärmer, örtlich sogar so richtig heiß, wenn Rammstein mit den Flammen spielt und dabei „Feuer frei!“ in die Mikrofone sprechsingt. Die vorderen Reihen putschen sich immer weiter auf, Pogo wird getanzt und das Konzert ist nahe dem Siedepunkt. Im weiten Rund wird jedes Wort mitgesungen, egal ob zu „Seemann“ oder „Ich tu Dir weh“ – die Rammstein-Texte sind eingängig und mit wuchtigem Bass unterlegt, die typischen Klänge ähnlich einer Wekstatt oder Fabrik haben sie vor über zwanzig Jahren berühmt gemacht.

Feuer frei! – in die Berliner Juli-Nacht

Es folgen „Du riechst so gut“, „Mein Herz brennt“ und „Links 2-3-4“, die Zeit rennt den hämmernden Beats hinterher, kann aber nicht aufgehalten werden und so bilden die Lieder „Ich will“, „Du hast“ und die Coverversion von Depeche Mode´s „Stripped“ den vorläufigen Abschluss den Hauptprogramms ohne Langeweile.


Kurzes Durchatmen, ein Hauch von Island ging durch die Waldbühne beim Versuch, das schon jetzt legendäre „Uh!“ mit den ausgebreiteten Armen als Animation für weitere Livemusik einzufordern. Da ging es auch schon weiter, mit dem Titel „Sonne“ konnte Rammstein das volle Potenzial an optischen und akustischen Reizen ausschöpfen  – als nächstes sorgte „Amerika“ für ein Meer an Emotionen und Effekten.

Rammstein verzaubert die Berliner Waldbühne zu „Amerika“

Rammstein Waldbühne Amerika

Den krönenden Abschluss bildete naturgemäß Rammsteins „Engel“ und so endete ein gefühlt zu kurzes Feuerwerk an Hardrock nonstop so gegen 22 Uhr 40, die nächsten Rammstein-Konzerte am Samstag, den 09. Juli und Montag, den 11. Juli 2016 warteten schon und wollen ebenso engagiert angegangen werden. Fakt ist einfach mal: für die 84 Euro bekommt man grundsolide, mit viel Kraft und Energie dargebotene Musik mit bestem Unterhaltungswert geboten und in diesem Falle war das Geld für den Abend sehr gut angelegt. Danke dafür und auch für viele Rammstein – Videos 1995-2012 [Blu-ray]

Jetzt weiß ich mal wie sich Frauen beim Toiletten anstehen fühlen #Rammstein

Ein von Marco Liesig (@solidengineer) gepostetes Foto am

BROILERS – Meine Sache

Die Broilers hatte ich mal als Vorband gesehen live in Berlin, daher kann man auch mal ein eigenes Konzert besuchen. Diese Musik ist eigentlich auch „meine Sache“, weshalb der Titel des Songs auch gant gut passt.